Nachbericht ULK-Kostümsitzung 2026
Mit Rekordbesucherzahlen fand am Sonntagabend in der Kulturmuschel die ULK-Kostümsitzung 2026 statt. Getragen von einem fanatischen Publikum entwickelten sich über sechs Stunden jecker Karneval!
Einen ersten Eindruck der Motivation der ULK-Familie bekam man schon direkt zu Beginn des frühen Sonntagnachmittags: Als um 14.15 Uhr die Türen der Kulturmuschel im Jülicher Brückenkopfpark aufgingen und die ersten Besucher in die ‚ULK-Manege‘ strömten, konnte man direkt zahlreich thematisch kostümierte Jeckinnen und Jecke erblicken: Zirkus-Direktoren, Dompteure, Clowns, Wildtiere, Zauberer und viele weitere wunderbar verkleidete Menschen verliehen dem Tag alleine schon optisch einen würdigen Rahmen.
850 Karten waren im Vorfeld verkauft worden – eine Rekordzahl für unsere Gesellschaft. Und auch wenn es am Ende sicherlich ein paar krankheitsbedingte Ausfälle gab: Die Muschel war mehr als ordentlich gefüllt und vermittelte auch motivationstechnisch einen vielversprechenden Eindruck. Das bekam dann um kurz nach halb vier der Kleine Rat zu spüren, der – begleitet durch das Orchester Ted Borgh und angeführt durch unseren unermüdlichen und unverwechselbaren Zeremonienmeister Ross Lynch – mit dem „Laridah Marsch“ die Bühne enterte.
Ein Tanzcorps der besonderen Art
Nach den ersten Worten von Präsident und Sitzungsleiter Peter Plantikow ging es dann auch gleich ins Programm: Es folgte das Jülicher Kinderprinzenpaar mit Prinz Philipp (Bartscherer), Prinzessin Anastasia (Loyen) sowie den Pagen Felix und Ben (Schröder). Unterstützt durch ihre Eltern und moderiert von unserem Kleinen-Rats-Mitglied Tobias Rau rockten die vier die ULK-Bühne. Im Anschluss nahm das traditionelle Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 die ULK-Bühne in Beschlag und gab (wie eigentlich immer) ein durchaus beeindruckendes Bild ab.
Gleiches galt in der ersten Hälfte übrigens auch für das Tanzcorps Fidele Sandhasen aus Köln. Die Gruppe legte mit fast 70 Tänzerinnen und Tänzern einen einerseits unglaublich akrobatischen wie gleichzeitig aber auch stimmungsvollen und kurzweiligen Auftritt hin. Erwähnt werden müssen an der Stelle alle drei intensiven Tänze innerhalb weniger Minuten. Selten hat eine Tanzgruppe die ULK-Sitzung derart zum Kochen gebracht. Ein riesiges Chapeau von uns für diesen Auftritt und ein Dank an unseren Literaten Cornel Cremer für die Wahl der Sandhasen in diesem Jahr.
Nach 10 Jahren wieder ein Bücher in der Bütt
Musikalisch komplettierten Kempes Feinest und die Paveier eine stimmige erste Sitzungshälfte, die neben den lauten Party-Tönen auch noch ein eher ruhigeres, aber besonderes Element bereithielt: Nach 10 Jahren Pause durfte Peter Plantikow in diesem Jahr wieder eine ulk-eigene Rede ankündigen. Unsere Ehrenpräsident Jörg Bücher stieg als „Dä Amtmann“ in die Bütt und knöpfte sich mit feinsinnigem aber scharfem Humor das politische wie gesellschaftliche Treiben in unserer Herzogstadt vor. 2016 hatte Jörgs Vater Heino die ULK-Bütt verlassen, nun das Bücher-Comeback am Rednerpult. Ein emotionaler und spezieller Programmpunkt, für den wir Jörg von Herzen danken möchten!
Nach einer kurzen Pause ging es dann in Hälfte zwei mit dem Dellbröcker Boore-Schnäuzer Ballett weiter. Es folgte ein außerordentlich kurzweiliger und ungeniert-lustiger Redebeitrag von Lieselotte Lotterlappen, alias Joachim Jung, die sich sowohl das Publikum als auch den Elferrat vorknöpfte. Lieselotte wollen wir an dieser Stelle noch einmal besonders danken: Am Samstagmittag, etwas mehr als 24 Stunden vor der Sitzung, ereilte uns leider die Nachricht, dass Marc Metzger seine Rede bei uns leider krankheitsbedingt absagen musste. Keine Stunde später hatten wir die Zusage von Lieselotte. Danke also an Joachim Jung – und gleichzeitig ein Genesungswunsch an Marc Metzger, den Blötschkopp!
Eine Ehrung für den Ehrenkapellmeister
Als zweite ULK-eigene Nummer trat dann der ULK-Chor auf, bekanntermaßen ein Zusammenschluss von Senatorinnen und Senatoren sowie Mitgliedern des Kleinen Rates. Die bunte Truppe – zusammengesetzt übrigens (und das ist sehr schön) aus allen Altersklassen – bot unter der musikalischen Leitung von Bernhard Dolfus einen launigen Ritt durch verschiedene Party-Songs und Genres. Das Potpourri reichte von kölschen Hymnen über herzerwärmenden italienischen Schlager bis hin zu elektronischen Holland-Beats. Danke an alle Beteiligten für die viele ehrenamtliche Arbeit über Monate hinweg, den Einsatz und das Herzblut für unsere Gesellschaft!
Ganz besondere Dankesworte gab es dann auf der Bühne für unseren Ehrenkapellmeister Charly Carlier, der in der vergangenen Woche seinen 80. Geburtstag feierte und dem Orchester Ted Borgh nach dieser Session den Rücken kehren wird. Seine beeindruckende Vita würdigte unser Ex-Literat Dr. Jürgen Elsen am Sonntagnachmittag wie folgt: „Dieser Mann steht seit 1970 auf der ULK-Bühne, das sind abzüglich zweier Corona-Missings 54 ULK-Sitzungen. Dazu ist er nach Ted Borghs Ableben seit 30 Jahren als Band-Leader dabei. Was für Zahlen und Jubiläen! Wir verneigen uns vor deinem Lebenswerk!“ Als Dankeschön verliehen Jürgen und Ehrenpräsident Jörg gemeinsam mit Peter Plantikow Charly ein besonderes ULK-Wappen und den diesjährigen Sessionsorden. Das Publikum würdigte ihn darüber hinaus mit Standing Ovations!
Bläck Fööss als krönender Abschluss
Sollte ein Sitzungsbesucher zu diesem Zeitpunkt, nach etwas mehr als 5 Stunden Vollprogramm, erste Müdigkeitsanzeichen verspürt haben, wurde er im Anschluss aufgeweckt: Die Rhythmussportgruppe lockerte alle Muskeln und lud mit ihren schnellen Brass-Beats zum Tanzen ein. Das Publikum ging voll mit und legte dennoch im Anschluss, trotz fortgeschrittener Zeit und dem einen oder anderen Getränk, noch einmal eine für die Uhrzeit beeindruckende Redner-Disziplin an den Tag: Martin Schopps hatte keine Mühe, das Publikum in seine Rede über den Alltag als Lehrer einzubeziehen und für sich zu gewinnen.
Einen krönenden Abschluss setzten dann die „Bläck Fööss“. Im Grunde ist jedes Wort an dieser Stelle zu viel. Wer die schunkelnden Jecken und freudestrahlenden Gesichter unserer Gäste im Publikum während des Auftrittes der sechs Musiker aus Köln nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst. Es war das perfekte Finale eines besonderen Tages, der im Anschluss bei der Aftershow-Party an der Theke noch bis in die Nacht besprochen und betanzt wurde.
Danke an viele besondere Menschen
Danke an dieser Stelle an viele Menschen, die den Tag vor und hinter den Kulissen geprägt haben: Daniel von Büren und seine Technik-Crew, die uns in einem außergewöhnlichen Maße und durch perfekte Detailarbeit unterstützt haben. Licht, Sound und Aufnahmequalität waren wieder einmal grandios und haben für uns einen überragenden Wert. Danke außerdem an unsere Sitzungsmeisterin Hannah Küppers, die gemeinsam mit Dieter Emonts einen tollen Saalplan gebaut hat und für die auch 850 Gäste kein Problem darstellen, sowie an unsere Paginnen und Pagen, Liz Samans, Hannah Buntenbruch und Lukas Rütt, dank deren unermüdlichen Einsatzes viele kleine Sollbruchstellen nicht einmal im Ansatz aufgefallen sind. Außerdem danken wir Fotograf Volker Goebels, DJ Buto, unserer Veranstaltungsleiterin Jenny Lorbach, den Sanitätern, der Feuerwehr und dem Sicherheitsdienst, der Service-Crew der Plantikow Event Catering GmbH sowie unserer heimlichen Heldin hinter der Bühne, Isabel Oleff.
Ein letzter Dank geht an alle Künstlerinnen und Künstler sowie an unser fantastisches Publikum. Ihr seid eine Welt und unvergleichlich. Wir freuen uns jetzt schon auf die karnevalistischen Tage mit Euch und auf die ULK-Kostümsitzung 2027 in der Kulturmuschel. Diese findet am Sonntag, den 17. Januar 2027, statt. Bitte jetzt schon im Kalender vormerken und Freunde, Bekannte und Verwandte auf das Event hinweisen!
Fotos und Videos der abgelaufenen Sitzung folgen in den nächsten Tagen. Habt dazu einfach unsere Homepage sowie die sozialen Kanäle bei Instagram und Facebook (@kgulkjuelich) im Blick. Lasst gerne ein Like da und teilt unsere Beiträge!

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